Italien verlängert Grenzkontrollen zu Spanien nach Ceuta-Massenansturm

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Italien verlängert Grenzkontrollen zu Spanien nach Ceuta-Massenansturm
Bildquelle: Tichys Einblick

Italien verlängert die vorübergehenden Grenzkontrollen für Einreisen aus Spanien um weitere 15 Tage. Die seit dem 1. August geltenden Maßnahmen betreffen den Luft- und Seeverkehr. Auslöser war der Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta, bei dem am 30. Juli nach Angaben des spanischen Innenministers Fernando Grande-Marlaska rund 72.000 Menschen aus Marokko die Grenze überquerten.

Das italienische Innenministerium begründet die Verlängerung mit dem Fortbestehen jener Faktoren, die bereits Anfang August zur Wiedereinführung der Kontrollen geführt hatten. Zugleich verweist Rom auf Maßnahmen Spaniens und der Europäischen Union, die eine Normalisierung der stark angespannten Lage in Ceuta ermöglichen könnten. Innenminister Matteo Piantedosi hatte bereits vor Ablauf der bisherigen Frist erklärt, die Situation in der Exklave habe sich keineswegs ausreichend verbessert.

Nach spanischen Angaben befinden sich noch zwischen 5.000 und 8.000 der am 30. Juli illegal eingedrungenen Personen in Ceuta. Reuters berichtet außerdem von mindestens 82 Todesopfern auf spanischer Seite und 14 weiteren Toten in Marokko. Piantedosi informierte seinen spanischen Amtskollegen Grande-Marlaska telefonisch über die Verlängerung. Das italienische Innenministerium bezeichnete das Gespräch als konstruktiv. Nach dem Schengener Grenzkodex muss Rom die Europäische Kommission über die Fortsetzung der Maßnahme unterrichten.

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