Hubertus Heil ist erst seit einem Jahr in der Außenpolitik unterwegs. Und das spürt man. Der SPD-Genosse hat für seine Partei früher mal in Telekommunikation und Post gemacht, dann in Bildung und Tourismus, er war Bundesminister für Arbeit und Soziales – jetzt ist er Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags. Ein Allround-Experte offenbar. Und ein Beispiel für eine fatale Fehlentwicklung. Seit Jahrzehnten hat es sich leise etabliert, dass Parteisoldaten völlig willkürlich zwischen Posten und Funktionen wechseln, ungeachtet ihrer Eignung oder Ausbildung (sofern vorhanden). Hauptsache, der Partei-Proporz stimmt. Verkehrs- werden dann Justizminister (Volker Wissing), Landwirtschaftsminister machen plötzlich Forschung (Cem Özdemir) und Sozialminister killen die Verteidigung (Zensursula von der Leyen). Scheinbar können alle alles.
Aber eben nur scheinbar, nicht anscheinend. Für Hubertus Heil jedenfalls ist die Außenpolitik erkennbar ein Ausbildungsseminar. Er lernt dazu, auch heute Abend in dieser Sendung. Andächtig lauscht er, wenn die anderen sprechen, er nickt, stimmt zu, wiederholt gerade Gesagtes. Seine eigenen Redebeiträge erschöpfen sich in Belanglosigkeiten. „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, sagt er etwa, und „das Wichtigste ist, dass man zu einem dauerhaften Waffenstillstand kommt“. Danach könnten die Europäer sich dann in den Konflikt einbringen. Vornehmlich seien dabei „die E3 gefordert“, also Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Daniel Gerlach (Magazin „Zenith“) bringt als Nahost-Experte die regionale Perspektive ein. Er analysiert die inneriranische Dynamik, die Rolle der Revolutionsgarden und die Auswirkungen von Krieg und Sanktionen auf die iranische Gesellschaft. Der Konflikt verschärfe die Lage im Land weiter. Schlagworte wie Terrorfinanzierung, Atomambitionen oder die permanente Bedrohung des israelischen Staates durch den Iran spielen in Gerlachs Ausführungen wie üblich eine untergeordnete Rolle. Wenn er die islamistischen Strukturen beschreibt, klingt alles irgendwie rational nachvollziehbar und weniger nach einem Terrorregime, das seine Kritiker öffentlich köpft.
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