Die Ausgrenzung der AfD durch die sogenannte „Brandmauer“ ist nach Einschätzung des Historikers und R21-Gründers Andreas Rödder politisch gescheitert. Mehr noch: Die Brandmauer hätte die Probleme verschärft, die sie eigentlich lösen sollte. „Die Brandmauer hat nicht funktioniert“, konstatiert Rödder kurz und knapp bei NIUS Live am Mittwoch.
Rödder sieht in der sogenannten Brandmauer einen entscheidenden strategischen Fehler: Sie habe der AfD einen politischen „Schutzraum“ geschaffen. Die Partei habe sich dadurch nie ernsthaft der Frage stellen müssen, ob sie sich weiter radikalisiert oder – wie die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni – mäßigt.
Für eine solche Mäßigung habe es aufgrund der vollständigen Ausgrenzung „nie eine Prämie“ gegeben. Rödder nennt die Brandmauer deshalb „rein systemisch gesehen ein dysfunktionales Instrument“.
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