Hubertus Knabe ist Historiker und ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Der Experte hat sich insbesondere mit Ostdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt und darüber sogar ein Buch geschrieben. Bei „Schuler! Fragen, was ist“ erklärt Knabe, warum der 8. Mai 1945 nicht wirklich als „Tag der Befreiung“ gelten kann.
Besonders in Ostdeutschland sei nach dem Krieg kein Freiheitsgefühl entstanden, sondern ein Klima der Angst – geprägt von Terror, Massenvergewaltigungen und Folter unter sowjetischer Kontrolle. Laut dem Experten zementierte die DDR-Propaganda zudem ein einseitiges Geschichtsbild: Die Sowjetunion galt als alleiniger Befreier, während NS-Verstrickungen im Osten systematisch ausgeblendet wurden.
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