Die Grünen haben einen sensationellen Fund gemacht: den Mann. Und zwar diesmal nicht als Täter, als gesellschaftliche Problemzone, als unwillkommener Restposten des Patriarchats oder als wandelnde Strukturgewalt – sondern als Adressat politischer Werbung.
Eine Gruppe grüner Bundes-, Landes- und Europapolitiker hat ein Manifest vorgelegt. „Starke Männer übernehmen Verantwortung – Eine Einladung für moderne Männlichkeit“ heißt es. Darin wird zarte Selbstkritik am grünen Feminismus geübt. Die Partei, das steht da tatsächlich, habe viel und lange erklärt, was Männer nicht sein sollen: nicht dominant, nicht zu ehrgeizig, auf keinen Fall gewalttätig oder sonst irgendwie unterdrückend. Dabei habe man vergessen, ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein kann.
Für grüne Verhältnisse ist dieser Gedanke ungefähr so unerhört wie ein Spanferkel-Grillfest auf dem Firmenparkplatz eines Sportwagenhändlers. Das kann nicht gutgehen, hat man sich gedacht.
Und es ist nicht gutgegangen.
„Das ist nicht unser Männerbild.“ Sofort kam heftige Kritik aus der grünen Bundestagsfraktion. Die Debatte sei „neben der Spur“. Das wichtigste Argument jedoch lautet: Das Papier sei vor den Wahlen im Herbst „fatal“, weil es Frauen abschrecke.
Das schreit geradezu nach zwei Kommentaren.
Der erste Kommentar dürfte alle grünen Feminismus-Fetischisten freuen. Der zweite Kommentar dürfte derselben Gruppe den Puls auf 180 treiben. Mindestens.
Also erstens: Bitte erschrecken Sie jetzt nicht, lieber Leser, aber die Kritikerinnen des grünen „Männer-Manifests“ – es sind ja fast nur Kritikerinnen – haben recht.
Jahrelang, ach was, jahrzehntelang haben die Grünen aller Parteien ihre ideologischen Abonnenten mit feministischen Pseudo-Gewissheiten traktiert. Unzählige gehirngewaschene Frauen, vor allem jüngere, haben die Grünen gerade deshalb gewählt, weil nach Joschka Fischer dort der Mann nur noch in einer maximal domestizierten, maximal devoten und maximal weichgespülten Variante geduldet wurde: chronisch schuldbewusst, nachdenklich-zögernd statt zupackend, vom Temperament her introvertiert und in der Rhetorik gendersicher.
Früher hätte man gesagt: ein Softie. Oder auch: ein Lappen.
Und jetzt das? Ein Papier, das den Mann aus der pädagogischen Quarantäne entlässt? Ein Papier, das körperliche Fitness, charakterliche Stärke und klare Orientierung nicht mehr reflexhaft zu Symptomen der barbarischen patriarchalischen Unterdrückung erklärt? Und das Ganze auch noch von grünen Männern? Da zuckt es im Milieu der Männerverächterinnen.
Zu recht. Denn aus der Perspektive der Grünen stimmt es ja: Ein anderes Männerbild wird viele Frauen verschrecken. Doch das – und damit wären wir beim angekündigten zweiten Kommentar – liegt an einer Wahrheit, der sich vor allem junge Frauen mit unfassbarer Sturheit verweigern:
IRAN-KRIEG: "Es wird richtig schlimm!" US-Attacken! Trump wütet und droht Mullahs ultimativ! I LIVE










