Am Freitag wird es hitzig in Berlin. Die Gewerkschaft IG Metall hat zu einer Großkundgebung unter dem Motto „Boxenstopp Stahlindustrie“ aufgerufen. Tausende Beschäftigte aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Saarland werden mobilisiert, um auf die dramatische Lage der Stahlindustrie aufmerksam zu machen.
Landauf, landab geraten energieintensive Industriebetriebe unter massiven Druck – die selbstverursachte Energiekrise, die groteske Klimaregulierung und hohe Abgaben drängen deutsche Betriebe aus den zentralen Bereichen hoher Wertschöpfung hinaus. Die IG Metall hat recht: Es ist höchste Zeit zu handeln.
Ins Visier der Gewerkschaft ist dabei Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geraten. Die IG Metall wirft ihr vor, zwar ambitionierte Transformationsziele zu formulieren, die Betriebe jedoch bei der Umsetzung in der Praxis weitgehend im Regen stehen zu lassen. Wichtige Versprechungen seien bislang nicht eingelöst worden. Zwar habe man einen Industriestrompreis für energieintensive Betriebe beschlossen, doch müsse dieser nun auch zügig umgesetzt werden, um die notleidenden Unternehmen wirksam zu entlasten, so die Gewerkschaft.
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