Britische Patrioten zeigen Flagge – und werden attackiert

vor 11 Monaten

Britische Patrioten zeigen Flagge – und werden attackiert
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Aktion namens „Operation Raise the Colours“ sorgt in Großbritannien für wilde Debatten auf Facebook und X: Über soziale Netzwerke rufen anonyme Initiatoren dazu auf, die englische Nationalflagge mit dem roten Georgskreuz möglichst sichtbar zu hissen – im eigenen Garten, an Häusern oder sogar an Laternenmasten. Hunderte Bürger beteiligen sich bereits, Fotos und Videos der wehenden Fahnen verbreiten sich rasant über Facebook und X.

Die Initiative geht mit bemerkenswertem Elan vor: In Birmingham mieteten Unterstützer sogar einen Lastwagen mit Arbeitsbühne, um Fahnen besonders hoch zu platzieren. Andernorts wurden Straßen, Zebrastreifen oder Kreisverkehre heimlich mit dem Georgskreuz bemalt. Mehrere Kommunen, darunter Bradford, Norwich und die Isle of Wight, ließen die Flaggen umgehend wieder entfernen und erklärten, das öffentliche Hissen ohne Genehmigung sei unzulässig.

Doch während die Organisatoren betonen, es handle sich um eine unpolitische, rein patriotische Aktion, haben Kritiker Zweifel daran – sie verweisen darauf, dass Unterstützer des verurteilten Rechtsextremisten Tommy Robinson die Kampagne massiv bewerben, ebenso Sympathisanten der rechtspopulistischen „Reform“-Partei um Nigel Farage. In Städten, in denen deren Vertreter im Rat sitzen, bleiben die Fahnen häufig unbeanstandet hängen.

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