Die SPD hat gezeigt, dass sie nicht mehr in der Lage ist, ein Land seriös und verantwortungsvoll zu führen. Zu diesem Schluss muss jeder kommen, der die Ereignisse der letzten Woche mit offenen Augen verfolgt hat.
Der Mann, der da im Kanzleramt vor die Presse trat und wie ein beleidigtes Schulmädchen in den unterirdischsten Kategorien über Christian Lindner herzog, war kein Bundeskanzler – dazu fehlte ihm jedes Format. Olaf Scholz hat die unwürdigste Rede gehalten, die je ein Mensch in diesem Amt vorgetragen hat. Er offenbarte sich als das, was er immer war: Ein kleingeistiger, hinterlistiger Verwalter von Macht, mehr nicht. Seine Art und Weise, die Koalition zu beenden, hat dem Land mehr geschadet, als man aktuell vielleicht überblicken mag. Damit ist der Bundeskanzler aber voll auf Parteilinie. Denn keine Partei hat zuletzt so nachhaltigen Schaden an der bundesrepublikanischen Demokratie angerichtet wie die SPD.
Im Umgang mit den politischen Wettbewerbern blieb die Sozialdemokratie unter aller Sau: Drei Jahre lang beschimpfte man CDU und CSU auf das übelste, machte bei jeder noch so kleinlichen Gemeinheit gegen die beiden mit. Systematisch hat die Ampel die Rechte der Opposition missachtet und wurde mehrmals höchstgerichtlich gemaßregelt. Gleichzeitig forderte man von der Union wie selbstverständlich „staatspolitische Verantwortung“ ein, wenn man sie und ihre Stimmen für die eigene Politik benötigte.
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