Man müsste nicht darüber reden oder schreiben, man könnte es als schwer pubertär abtun, vielleicht auch als narzisstische Störung, aber die NGO „Widersetzen“ gehörte mit Landesbezirken von Verdi, mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, mit der SPD Thüringens, deren Landesvorsitzender Thüringens Innenminister Georg Maier ist, mit dem Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V., mit den Jusos Thüringen, mit dem DGB Hessen-Thüringen, mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages Carsten Schneider, mit Bündnis 90/DIE GRÜNEN Landesverband Thüringen, mit Bodo Ramelow und dem AWO Landesverband Thüringen u.a. zu denen, die den Aufruf des Bündnisses „Zusammenstehen“ unterzeichnet hatten, der dazu aufrief, den Parteitag der AfD zu stören oder zu verhindern:
„Werden wir gemeinsam sichtbar. Durch die Teilnahme an den Gegenprotesten, durch öffentliche Stellungnahmen, kulturelle und bildungspolitische Aktionen, durch Zeichen im Alltag und im öffentlichen Raum. Jede Aktionsform zählt. Erfurt zeigt Haltung – sichtbar, vielfältig und weltoffen. Wir lassen uns nicht spalten, nicht einschüchtern und uns unsere gesellschaftlichen Rechte nicht nehmen. Kommt mit uns auf die Straße: Für Demokratie, Menschenwürde und Zusammenhalt.“
Dass man Mut aufbringen muss, zu einem Parteitag zu gehen, dass man Faschist genannt wird und einem deshalb jedes Recht abgesprochen wird, verstößt gegen die Menschenwürde. Wie heißt es doch im Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ In Erfurt wurde sie „angetastet“ – durch die NGO „Widersetzen“. Nicht nur Artikel 1, sondern auch Artikel 3, Absatz 3: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ wurde nicht nur von der NGO „Widersetzen“, sondern auch vom Bündnis „Zusammenstehen“ verletzt, denn die Delegierten des Parteitages wurden wegen „ihrer politischen Anschauungen benachteiligt“.
89. Sitzung des Deutschen Bundestages | 09.07.26










