Gasspeicher schlecht befüllt: Es drohen hohe Preise und im Extremfall Industrieabschaltungen

vor 7 Monaten

Gasspeicher schlecht befüllt: Es drohen hohe Preise und im Extremfall Industrieabschaltungen
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Deutsche Gasspeicher sind zurzeit im Durchschnitt zu etwa 73 Prozent gefüllt. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021 sind das 14 Prozent weniger. Am 1. November 2024 betrug der Füllstand bei Gasspeichern 90 Prozent. Die niedrigen Speicherstände könnten zu höheren Preisen und Versorgungslücken führen, wenn es zu einem kalten und langen Winter kommt, wie die Berliner Zeitung berichtet. Bei einem normalen oder milden Winter könnten die Gasspeicher am Ende noch zu 30 bis 69 Prozent gefüllt sein.

Sollte es jedoch viele Tage mit deutlichen Minusgraden und hohem Gasverbrauch geben, könnte der Gasverbrauch um 20 Prozent höher sein als das verfügbare Angebot. Das würde zu Versorgungsengpässen führen, sodass kurzfristig Gas zu teuren Preisen importiert werden müsste. Das Gas könnte als Flüssigerdgas aus den USA kommen oder aus europäischen Staaten wie Norwegen, Belgien oder den Niederlanden importiert werden. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft zahlten Haushalte im Herbst 10,91 Cent pro Kilowattstunde.

Erdgas, das nach Deutschland importiert wurde, kostete zuletzt 10,89 US-Dollar pro MMBtu (Million British Thermal Units). Das entspricht etwa 3,6 Cent pro Kilowattstunde. Die Preise lagen dieses Jahr zwischen zehn und fünfzehn US-Dollar pro MMBtu. Kurzfristige Käufe könnten eher am oberen Ende der Preisskala liegen oder noch darüber hinausgehen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur und der Initiative Energie speichern (INES) sei ein normaler Winter beherrschbar. Die Situation wird als „angespannt, aber nicht akut bedrohlich“ eingeschätzt. Im Falle eines langen Winters könnte es im Extremfall auch zu rationierten Industrieabschaltungen kommen, wie die Berliner Zeitung berichtet.

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