Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht in Dessau der Verdacht auf Betrug bei der Briefwahl im Raum. Betroffen ist eine 95-jährige Bewohnerin der Seniorenresidenz „Marthahaus“, die nach Angaben ihres Neffen und Bevollmächtigten Klaus-Lothar Bebber seit vier Jahren dement ist. Über den Fall berichtet die Ostdeutsche Allgemeine (OAZ).
Bebber hatte sich demnach am 27. August bei der Leitung der Einrichtung nach den Wahlunterlagen seiner Tante erkundigt. Der Geschäftsführer habe ihn zunächst an eine Mitarbeiterin verwiesen, die an diesem Tag jedoch nicht anwesend gewesen sei.
Am folgenden Tag habe die Mitarbeiterin Bebber angerufen. Nach seiner Darstellung erklärte sie ihm, die Wahlunterlagen der Bewohner wegen Zeitmangels eingesammelt und geschreddert zu haben. Das habe ihn misstrauisch gemacht: Normalerweise würden ihm sämtliche Briefe und Dokumente seiner Tante weitergeleitet – nach seinen Angaben sogar Werbesendungen. Die Mitarbeiterin habe dennoch darauf bestanden, „alles vernichtet“ zu haben.
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