In der ARD-Sendung Maischberger hat der Liedermacher und DDR-Dissident Wolf Biermann die AfD, das BSW und die Linke scharf als „Erben der beiden deutschen Diktaturen“ angegriffen. Gleichzeitig gestand er ein, dass er seine frühere Einschätzung, wonach Russlands Machthaber Wladimir Putin sich der Demokratie öffnen würde, hatte korrigieren müssen.
Auf die Linke kam Biermann auf Nachfrage von Moderatorin Sandra Maischberger zu sprechen, die den Liedermacher nach dem möglichen künftigen Berliner Senat fragte. Seiner Ansicht nach steht die Partei trotz Verjüngung weiter in der Tradition der SED: „Dass das andere Leute sind, habe ich auch schon gemerkt. Dass sie jung sind, fällt mir auch auf. Aber sie sind in dieser Tradition.“ Sie hätten die Diktatur der DDR „nicht nur moralisch und geistig beerbt“ – „Sie sind die legitimen Erben, sondern auch finanziell“, so Biermann weiter.
Biermann ging dabei vor allem mit Ex-Linken-Chef Gregor Gysi hart ins Gericht: Dieser habe für das Erbe gesorgt. „Mit oder ohne Stasi, er hat dafür gesorgt, der Gysi, dass sie (die Linke) immer dieselbe Rechtsperson wurde, im Geschichtsprozess. Aber heute auch im Besitz ihres Eigentums, also ihres Raubes aus der Diktatur.“
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