Neuer Marinehafen in Emden: Der Oberbürgermeister ist auf Kreuzfahrt

vor etwa 14 Stunden

Neuer Marinehafen in Emden: Der Oberbürgermeister ist auf Kreuzfahrt
Bildquelle: NiUS

Bis 1997 lag in Emden ein Marinestützpunkt. Knapp 30 Jahre später soll die Bundeswehr dort wieder Flagge zeigen, als Milliardenprojekt. Als die Absichtserklärung am Montag unterschrieben wird, ist der Oberbürgermeister auf Kreuzfahrt.

Verteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, beide SPD, haben am Montag in Emden eine Absichtserklärung für einen neuen Marinehafen unterzeichnet. Mit Emden soll die Bundesmarine neben Wilhelmshaven einen zweiten Stützpunkt bekommen. Das mache die Marine flexibler und im Ernstfall schwerer ausrechenbar. Konkret heißt das: ein schnellerer Zugang zum Atlantik und Liegeplätze an zwei Standorten statt nur an einem.

Der alte Stützpunkt in Emden war kein Heimathafen großer Kampfschiffe. Er versorgte Einheiten und Landtruppenteile, von 1960 an als Außenstelle, ab 1986 als eigenes Marinestützpunktkommando. Am 31. März 1997 wurde er aufgelöst. Eine Auswirkung der massiven Neuausrichtungen der Bundeswehr. Seitdem ist Wilhelmshaven der einzige Marinehafen an der Nordsee. Die Fregatten und die großen Versorger liegen dort. Der Rest der Flotte sitzt an der Ostsee: Korvetten in Warnemünde, U-Boote in Eckernförde, Minenjäger und Tender in Kiel, das Marinekommando in Rostock.

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