Auf EU-Ebene ist ein heftiger Streit darüber entbrannt, wer im Falle einer Beteiligung der Europäer an Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs überhaupt noch mit Russland reden darf.
EU-Ratspräsident António Costa hatte mit Moskau Kontakt aufgenommen, um überhaupt erst einmal zu sondieren, wie sich künftige Gesprächskanäle öffnen lassen könnten. Dafür haben ihn die Hauptlobbyisten des ukrainischen Kriegspräsidenten Selenskyj, Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, brachial attackiert.
Ein „Affront“ seien die Gesprächskontakte des ehemaligen portugiesischen Premierministers gewesen, „unprofessionell“ und „unabgestimmt“, donnerte es aus Berlin. Härter kann man auf dem internationalen Parkett kaum angreifen.
Diplomatische Arbeit – für Merz und Macron ein „Affront“
Er habe einfach nur „diplomatische Arbeit“ gemacht, ließ Costa dagegen mitteilen, und dafür lediglich „kurze Kontakte ohne Austausch über inhaltliche Fragen und ohne Verhandlungen“ aufgenommen. Schließlich müsse man „bereit sein, wenn der richtige Moment kommt, um die Interessen der EU zu verteidigen“.
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