Wenige Tage vor dem Bundesparteitag der Linken in Potsdam verhärtet sich der Konflikt zwischen der Parteiführung und ihrem Jugendverband Solid dramatisch. Hintergrund sind umstrittene Äußerungen aus den Reihen der Linksjugend zu Stalin sowie zum Judentum.
Fraktionschefin Heidi Reichinnek forderte nun spürbare Konsequenzen. „Wenn der Jugendverband keine entsprechenden Konsequenzen zieht, muss es die Partei tun. Diese Zustände sind nicht tragbar“, erklärte sie gegenüber der Rheinischen Post.
Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet, dass einzelne Funktionäre der Linksjugend positiv über den sowjetischen Diktator Josef Stalin gesprochen hätten. Zudem sei im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von einem „israelischen Genozid im Namen des Judentums“ die Rede gewesen. Solid habe sich zwar von den Aussagen distanziert, laut Bericht jedoch keine weitergehenden Maßnahmen ergriffen.
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