Alle neuen Selbstständigen, die nicht anders – etwa in den entsprechenden Versorgungswerken – verpflichtend abgesichert sind, werden bald in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen. Das empfiehlt die von der Bundesregierung einberufene Rentenkommission. Da Friedrich Merz und Bärbel Bas die Vorschläge in ihrer Gesamtheit umsetzen wollen, scheint das Schicksal der Selbstständigen bereits besiegelt. Schluss mit der Eigenverantwortung, her mit dem staatlichen Zwangskonstrukt.
Was unter Otto von Bismarck begann, um die Arbeiterschaft an Preußen-Deutschland zu binden, erfährt nun unter Friedrich Merz seinen autoritären Höhepunkt, indem immer mehr Bürger in die Sozialversicherungssysteme gedrängt werden. Geld muss her, um das von der demografischen Entwicklung ausgehöhlte Umlagesystem kurzfristig irgendwie zu stabilisieren.
Das Vorhaben kommt nicht nur einer massiven Erhöhung der Abgabenlast für Selbstständige gleich, es greift sie auch existenziell und psychologisch an. Denn Menschen, die sich selbstständig machen, treffen eine ganz bewusste Wahl. Sie möchten unabhängig handeln, es wagen, für ihr eigenes Glück zuständig zu sein. Sie bekennen sich zur Eigenverantwortung und nehmen damit auch das Risiko in Kauf, für Fehler geradestehen zu müssen.
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