Danger Dan und seine äußerst rührende Antifa-Ballade hat bei der taz offenbar einen Nerv getroffen. Was jetzt nicht sonderlich überraschend ist. Man nimmt da ja gerne mal die Dinge selbst in die Hand und streut vielleicht auch mal die nicht öffentliche Büroadresse eines ungenehmen Mediums in seine Artikel ein und nimmt dabei wohl zumindest in Kauf, dass die lokale Antifa dann den Rest erledigt. Zum Glück passt der Staatsschutz gut auf uns auf.
Jetzt werden aber noch größere Geschütze aufgefahren. Man will es nicht bei einem Song belassen, der vermeintlich Raum für Interpretation lässt (die Kunst daran ist, ihn zu finden), man will es jetzt ganz genau wissen. Und deshalb wird unter der Zeile „Weckruf zur Wehrhaftigkeit“ wieder die Frage aufgeworfen, „ob und wann gewalttätiger Widerstand gegen rechts legitim ist“.
Man steigt direkt mit Kritik an dem Begriff der „linken Gewaltromantik“ im Kontext dieser Diskussion ein. Denn dieser Begriff würde „Spinnereien und Träumereien, eine Verklärung der Wirklichkeit“ implizieren und, schlimmer noch, er lege nahe, dass mit gewalttätigen Mitteln revolutionäre Umsturzphantasien linker Gruppen durchgesetzt werden sollen.
Das ist natürlich eine völlige Verzerrung der Tatsachen. Denn – und jetzt kommt ein Satz, auf den der Autor offenbar sehr stolz ist, also seien Sie gefälligst beeindruckt – es gehe „darum, einen rechtsradikalen Umsturz abzuwenden, nicht aktiv einen linksradikalen herbeizuführen“.
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