Auf welchem Hügel willst du sterben? Diese Frage bedeutet in der Politik viel mehr als im Krieg. Politiker können sich aussuchen, um welchen Punkt sie in die Schlacht der öffentlichen Debatte ziehen. Sie müssen es sogar. Die allermeisten Leser, Hörer und Zuschauer registrieren bestenfalls die ersten drei Meldungen in den Nachrichten. Was dahinter kommt, findet nicht wirklich statt. Ein halbstündiges Feature im Deutschlandfunk ist zwar für einen Fachpolitiker wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten an einem Tag. Doch außer der Tante der Praktikantin bekommt das niemand mit.
Ein Sieg für die Wirtschaftspolitiker der Union. Aber nur ein relativer. Der Vorschlag stieß auf Widerstand in Reihen der SPD. Das wäre noch nicht das Problem. Solche Schlachten muss eine Koalition öffentlich führen, um die Profile der Mitglieder zu schärfen. Doch auf diesem Hügel? In der Kurzfassung der Nachrichten bleibt bei vielen Lesern, Hörern und Zuschauern nur hängen, dass die CDU Teilzeitarbeit abschaffen will. Das mag man bedauern. Das wäre ein schönes Thema für ein medienkritisches Feature nachts im Deutschlandfunk. Doch außer der Tante der Praktikantin würde das niemand hören.
Doch so weit wird es nicht kommen. Nicht wegen dieses Themas. Und schon gar nicht in der ersten Hälfte der Wahlperiode, wenn die Abgeordneten im Fall von Neuwahlen hohe Pensionsansprüche verlieren würden. Momentan geht es um Kämpfe, die CDU, CSU und SPD inszenieren, um das Profil zu schärfen. Schattengefechte. Die SPD haben den Auftakt gemacht mit ihrer Forderung nach höherer Erbschaftssteuer, vor allem für Unternehmen. Die Idee zur Teilzeit darf als Reaktion darauf gelesen werden.
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