Deutschland ist ein Irrenhaus – wer macht den neuen Direktor?

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Deutschland ist ein Irrenhaus – wer macht den neuen Direktor?
Bildquelle: Tichys Einblick

Wir erleben das Ende der Bonner Republik erst jetzt. Der Umzug nach Berlin war nur ein Ortswechsel. Die FDP ist längst futsch. Die SPD in den unteren Stockwerken des Zehn-Prozent-Turms. Die CDU auf pfeilgeradem Weg nach unten.

Diese Grafik zeigt das Ende dieser drei Parteien, die das Nachkriegs-Westdeutschland und dann noch die Wiedervereinigung geprägt haben:

Ein Ende ist nicht in Sicht: Die verzwergte CDU ist dabei, sich zweizuteilen. Karin Prien findet die CDU zu konservativ. Zusammen mit der norddeutschen Witzfigur Daniel Günther plädiert sie für eine Zusammenarbeit mit den Grünen. Beide sind treue Paladine des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst, dessen Umfragewerte ebenfalls gen Süden zeigen.

Den Parteivorsitzenden Friedrich Merz nimmt keiner mehr so richtig ernst. Wären seine Anzüge schwarz, würde er wie der Totengräber im Comic von Lucky Luke wirken – klapprig, zappelig, wie vom Winde verweht die allerletzten Geschäfte tätigend. Er macht den Deckel drauf.

Alles wartet auf den „Crash“. Aber große Veränderung können sich auch schleichend vollziehen, trotzdem unaufhaltsam. Das Gewohnte wird einfach zermahlen. Auch wenn viele noch daran festhalten.

Bertolt Brecht schrieb das „Lied von der Moldau“ im August oder September 1943, während seines Exils in den USA. Es hieß ursprünglich „Es wechseln die Zeiten“. Damals war Hitler-Deutschland auf dem Höhepunkt seiner Macht, unbezwingbar.

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