Lungenkrebs: Papst Leo XIV. 90 Minuten operiert

vor etwa 2 Stunden

Lungenkrebs:  Papst Leo XIV. 90 Minuten operiert
Bildquelle: Tichys Einblick

Die an die Operation anschließende histologische Untersuchung bestätigte ein Lungenadenokarzinom, die häufigste Form von Lungenkrebs. Der Eingriff verlief nach Angaben des Vatikans erfolgreich und ohne Komplikationen.

Der Heilige Vater hatte den Befund am Sonntag während des Angelus-Gebets selbst öffentlich gemacht – ein ungewöhnlich transparenter Schritt für einen Papst. Bei einer Kontrolluntersuchung sei ein Knoten in „sehr frühem Stadium“ und gut lokalisiert entdeckt worden. Auf Anraten der Ärzte entschied er sich zur Operation. Der eigentliche Eingriff dauerte etwa 90 Minuten und wurde videoassistiert durchgeführt, um eine radikale Entfernung des Tumors zu gewährleisten. Insgesamt verbrachte Leo rund drei Stunden im Operationssaal. Er wachte planmäßig auf und befindet sich nun in seinem Zimmer im zehnten Stock des Krankenhauses, wo auch mehrere Vorgänger behandelt wurden. Mit einer Erholungszeit von etwa einer Woche wird gerechnet.

Ein Lungenadenokarzinom entsteht aus Drüsenzellen und wächst häufig in den äußeren Lungenbereichen, weshalb es lange unbemerkt bleiben kann. Wird es früh erkannt und operativ entfernt, sind die Aussichten auf eine Heilung in der Regel günstig. Weitere Untersuchungen des entfernten Gewebes stehen noch aus; über eine mögliche Chemotherapie wurde bislang nicht gesprochen. Leo XIV. galt bisher als sehr fit: Er spielt Tennis, schwimmt und treibt regelmäßig Sport. Mit 71 Jahren ist er vergleichsweise jung für das Amt – bei seiner Wahl im Mai 2025 spekulierten viele über ein langes Pontifikat.

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