Dass Proteste in Frankreich gerne einmal in Gewaltorgien ausarten, ist durchaus bekannt. Ob Gelbwesten oder Demonstrationen gegen die Rentenreform – so heftig die Ausschreitungen auch waren, die Bewegungen hatten dennoch klare Ziele. Was sich jedoch in den vergangenen Tagen landesweit in französischen Städten abgespielt hat, hat mit dem bloßen Ausdruck politischer Unzufriedenheit nichts zu tun. Es ist ein Ausdruck jugendlicher, migrantisch geprägter Gewalt, die vom linksextremen Politiker Jean-Luc Mélenchon politisch befördert und für die eigene Mobilisierung genutzt wird.
„Meine größte Sorge ist die Polizeigewalt gegen junge Menschen“, erklärte Mélenchon während der Proteste und sprach von einer „unerträglichen Gewalt“ der Sicherheitskräfte. Zuvor hatte er seine Anhänger sogar dazu aufgerufen, sich der „Wildheit der Polizei“ entgegenzustellen. So weit traut sich Mélenchon, diese Gruppen aufzuhetzen. Erst nachdem die Ausschreitungen weiter eskaliert waren, rief der LFI-Chef zu gewaltfreien Protestformen auf.
Immer wieder wird in den Medien und von linken Politikern die Mär verbreitet, die Reaktionen der Jugendlichen seien lediglich eine Antwort auf die Gewalt der Polizeibeamten. Doch hemmungsloser Vandalismus, das Anzünden von Schulen und Gewalt gegen Dutzende Lehrkräfte haben mit Protest gegen eine Schulreform rein gar nichts zu tun. Genauso wenig ist es bei Spielen der französischen Nationalmannschaft ein Ausdruck von Freude oder Nationalstolz, wenn Migranten randalieren und die Innenstädte verwüsten.
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