Lange Gesichter statt Aufholjagd: Der Horror-Wahlkampf der CDU Sachsen-Anhalt

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Lange Gesichter statt Aufholjagd: Der Horror-Wahlkampf der CDU Sachsen-Anhalt
Bildquelle: NiUS

Es gab schon rosigere Zeiten im Leben des sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Sven Schulze. Die Umfragewerte sehen ihn und seine Partei nahezu uneinholbar hinter Ulrich Siegmund und der AfD. Anstatt einer veritablen Aufholjagd produzieren Schulze und die CDU aktuell jedoch nur Pannen. Um mir ein Stimmungsbild zu verschaffen, besuchte ich das CDU-Sommerfest in Tangermünde: Die letzten Aufbäumversuche der Union vor der Landtagswahl wirken wie die letzten Stunden der Titanic – nur, dass statt Streichern müde alte Schlager den Untergang begleiten.

Im traditionsreichen, über 1.000 Jahre alten Städtchen Tangermünde hatte einst der deutsche Kaiser Karl IV. seinen Zweitsitz und residierte in seiner märkischen Hauptresidenz, der Burg der Stadt. Wenn der aktuelle Regent der Region vorbeischaut, reicht es nur noch für ein trostloses Festzelt in der Nähe der Elbe.

Anstehen muss heute Abend niemand, einige Plätze bleiben sogar leer. Und das, obwohl Innenminister Alexander Dobrindt für den Abend angekündigt ist. Viele der Besucher kennen die Union noch aus einem anderen Jahrhundert und besseren Wahlkämpfen, für manche ist es vielleicht sogar der letzte überhaupt. Sie warten nur noch auf das herzhaft duftende Buffet, das in der Ecke des Zeltes aufgebaut wurde, nicht aber auf bessere Zeiten bei der CDU.

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