Das ZDF, eine Sozialreferentin und die Geister, die man rief

vor etwa 1 Stunde

Das ZDF, eine Sozialreferentin und die Geister, die man rief
Bildquelle: Tichys Einblick

Jetzt ist die Gefahrenlage bei den Öffentlich-Rechtlichen angekommen. So könnte man meinen. Das wohlanständige, ganz hochglanz-bürgerlich-linksversiffte ZDF hat am Donnerstag, quasi verschämt, Anzeige gegen einen E-Scooter-Rowdy erstattet, der vielleicht mit einem schlimmeren Namen zu belegen wäre. Während ein Kamerateam auf dem Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain den Versuch machte, die Fachreferentin einer Sozialorganisation zu interviewen, näherte sich der junge Mann auf dem Roller und fragte zunächst, für welchen Sender das Interview sei. Irgendwann nach dieser Frage soll er eine Schusswaffe gezogen und den Lauf auf die Interviewpartnerin gerichtet haben.

Aber „erst am darauffolgenden Tag“ ging die Schilderung des Geschehens per E-Mail bei der Berliner Polizei ein, wundert sich auch selbige in ihrer Pressemitteilung. Der Täter ließ sich dank der mitlaufenden Kamera leicht als ein polizeibekannter 19-Jähriger identifizieren. Was danach geschah, bleibt offen, ist hier auch ohne Belang.

Interessant wäre eher die Frage, ob die Referentin am Ende eine Mitarbeiterin der unweit zu findenden Filiale der „Arche“ war. Es könnte natürlich auch eine andere Organisation gewesen sein. Aber einen besonderen Sinn ergäbe diese mutmaßliche Bedrohung der Referentin im Zusammenhang mit der „Arche“. Deren Sprecher Wolfgang Büscher ließ erst diese Woche die Meldung platzen, dass er gewisse Dinge vielleicht noch öffentlich sagen kann, das aber nicht im gründlich links gewendeten ZDF, sondern nur bei den Privaten.

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