Der forensische Psychiater Frank Urbaniok hat in einem aktuellen Video auf YouTube einen Beitrag des NDR über Gewalt im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) scharf kritisiert. Dabei bezieht er sich auf den Beitrag „Bus und Bahn: Die Angst fährt mit“, der aus dem vergangenen Jahr stammt. Urbaniok kritisiert vor allem, dass der Beitrag den Zusammenhang zwischen Gewalt im öffentlichen Raum und Migration ausklammert, obwohl dieser statistisch belegt ist.
In der NDR-Doku, über die Apollo News anlässlich der Zweitausstrahlung im Februar berichtete, kommt Joachim Häfele zu Wort, der als Professor an der Polizeiakademie in Oldenburg lehrt. Häfele sieht vor allem die Mitarbeiter der Bahn in der Pflicht, keine Eskalation mit Kunden herbeizuführen. So könne etwa, so Häfele, ein Mangel an „interkultureller Kompetenz“ und „Kommunikationsfähigkeit“ provokant auf die Fahrgäste wirken und so zu einer Eskalation führen.
Urbaniok findet diese Einordnung skandalös. Wegen der Verwendung des Wortes „interkulturelle Kompetenz“ geht er jedoch davon aus, dass Häfele zumindest eine Ahnung davon hat, dass die Problematik stark mit Migration zusammenhängt. „Das scheint doch in irgendeiner dunklen Hirnbindung im Hintergrund ihm nicht ganz entgangen zu sein, dass es in diesem Bereich eine stark überproportionale Kriminalität von Personen mit bestimmtem Migrationshintergrund gibt“, kommentiert Urbaniok.
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