Einrichten im Phrasenheim: Die CDU tagt sich tiefer in die Krise

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Einrichten im Phrasenheim: Die CDU tagt sich tiefer in die Krise
Bildquelle: Tichys Einblick

Wenn Aufwand und Ergebnis im argen Missverhältnis stehen, dann existiert dafür das Sprachbild: der Berg kreißte und gebar eine Maus. Am Sonntag und heute kamen Vorstand und Präsidium der CDU zusammen, um über die Krise der Partei zu beraten, vor allem, um Auswege aus der Krise zu finden. Heute 13.30 Uhr, seit dem Auftritt von Merz und seiner neuen Generalsekretärin Hoppermann auf der Pressekonferenz gibt es eine neue Variante des Sprachbildes: der Berg kreißte und gebar nicht einmal eine Maus.

Um es mit einem Wort zu sagen, die CDU-Funktionäre haben keinen Ausweg aus der Krise gefunden, die Partei sinkt immer tiefer in die Krise hinein. Wie schon erwartet, kam nicht mehr als Formelkompromisse heraus. Merz schläferte sich selbst und alle, die die Pressekonferenz verfolgten, mit der unzutreffenden altväterlichen Behauptung ein, dass man an einem Wochenende eine Partei nicht neu erfinden könne.

Vielleicht hat Friedrich Merz alle Teilnehmer der Klausurtagung mitgenommen, aber in den Abgrund. Programmatisch war, dass man Merkels ewig schwatzenden Gauck, der Sachsen zu Dunkeldeutschland erklärt hatte, als Gastredner holte – tiefer konnte man sich nicht in die Merkel-Zeit verkriechen. Schon das ist ein Zeichen dafür, das die Merkelianer, dass Wüst und Prien und Günther gewonnen haben. Merkel pur ist die Devise.

Geradezu peinlich wirkt es, dass Merzens plappernde Generalsekretärin dann auch noch phraste, wie dankbar sie Joachim Gauck dafür sei, den Partei-Oberen die Bedeutung der Christdemokratie vor Augen geführt zu haben. Offensichtlich kennt die Bedeutung der Christdemokratie für Deutschland in der Jagdgemeinschaft für Posten und Pöstchen niemand mehr.

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