Brasilien hat gewählt. Das bevölkerungsreichste Land Südamerikas schritt für die erste Runde der Präsidentschaftswahlen und eine ganze Reihe weiterer Kongress- und Gouverneurswahlen an die Urnen. Und es sieht nicht gut aus für Amtsinhaber Lula.
Er war jahrelang ein Liebling der Linken – gerade auch jener aus Europa. In den Medien hierzulande präsentierte man den Linksaußen-Politiker gerne als eine Art Volksheld. Noch Tage vor der Wahl erschien in der Tagesschau ein Wohlfühlporträt über ihn mit dem Titel „80 Jahre und noch nicht müde“: Man erklärte ihn für „volksnah und pragmatisch“ und zum „letzten Staatsmann alter Schule“, der „Brasilien zurück auf die internationale Bühne geführt“ habe, weil er sich gegen Trump stellte.
Die Schwärmerei irritiert, war Lula doch in Wahrheit keineswegs ein pragmatischer Sozialdemokrat, sondern ein deutlich weiter links stehender Radikaler, der mit Kubas kommunistischem Diktator Fidel Castro und Venezuelas sozialistischem Machthaber Hugo Chávez bestens befreundet war.
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