Die CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt soll den Plenarsaal des Landesparlaments geschlossen verlassen, wenn AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund im Dezember wie angekündigt zur Wahl als Ministerpräsident antritt.
Über einen entsprechenden Beschlussvorschlag des geschäftsführenden Fraktionsvorstands um Fraktionschef Sven Schulze sollen die insgesamt 15 CDU-Abgeordneten heute (13.Oktober) in Magdeburg abstimmen. Durch dieses armselige Vorgehen will die CDU-Fraktionsspitze alle Gerüchte über Abweichler in den eigenen Reihen vor der geheimen Wahl im Keim ersticken.
Hintergrund für den geplanten Wahlboykott: Bei der Wahl des neuen AfD-Landtagspräsidenten Tobias Rausch am 6. Oktober hatte dieser vier Stimmen mehr erhalten, als AfD und BSW zusammen im Landtag stellen. Da SPD, Linke und „Grüne“ Stimmen für Rausch öffentlich ausgeschlossen hatten, liegt die Vermutung nahe, dass die vier Stimmen aus der CDU-Fraktion kamen.
Deutscher Arbeitgebertag 2026: Dialog mit Rainer Dulger und Bundeskanzler Friedrich Merz











