Aufschwung im Fantasialand des Kanzlers – klaffende Wunden in der Realwirtschaft

vor 3 Tagen

Aufschwung im Fantasialand des Kanzlers – klaffende Wunden in der Realwirtschaft
Bildquelle: Tichys Einblick

Eskapismus hat seine gute und seine schlechte Seite. Auf persönlicher Ebene kann die Flucht vor der Realität eine Zeit lang wie Balsam auf einer geschundenen Seele wirken. Bei der Ausübung eines öffentlichen Amtes, sagen wir: dem des Bundeskanzlers, hat die Abkopplung von der realen Welt allerdings fatale Folgen – wenigstens für die leidgeplagten Regierten im Land.

Gut 350.000 Jobs in der Privatwirtschaft, größtenteils in der Industrie, sind in einem Jahr verloren gegangen. Der Kanzler feiert in der ersten Woche nach seiner Sommerfrische ein mickriges Scheinwachstum – nahezu unberührt von der Tatsache, dass sich die Neuverschuldung gerade verdoppelt hat. Sein Wachstum von etwa einem Prozent beruht dabei ausschließlich auf dem statistischen Effekt schuldenfinanzierter Staatsnachfrage.

Eine Inflation in Höhe von drei Prozent zersägt die Kaufkraft der Bürger, diese halten krampfhaft ihr Geld zusammen, und wie zum Beweis meldete das Gastgewerbe einen realen Umsatzverlust von über 5 Prozent im ersten Halbjahr. Und in dieses Horrorszenario platzt nun die Nachricht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), der zum Wochenende von einer katastrophalen Umfrage berichtet.

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