Beeindruckende Anleihenauktionen in den USA. Am Mittwochabend waren die Augen der Anleihemärkte auf eine Treasury-Auktion der Vereinigten Staaten gerichtet. Es galt, eine zehnjährige Staatsanleihe mit einem Volumen von 39 Milliarden US-Dollar in einem rauen Zinsumfeld zu platzieren – und siehe da: Vor allem die Nachfrage ausländischer Notenbanken und institutioneller Investoren war enorm.
Das Verhältnis zwischen Geboten und Angebot lag bei 2,77 und damit deutlich über dem Wert vorheriger Auktionen. Die Anleihe wurde letztlich mit einer Rendite von 5,300 Prozent platziert – ein hohes Niveau, aber angesichts der Turbulenzen der vergangenen Wochen zeichnet sich nun eine Stabilisierung ab. Aus Sicht des Treasury Department war die Auktion ein voller Erfolg; sie fügt sich in die guten Auktionen der vergangenen Wochen ein.
Das sind schlechte Nachrichten für alle US-Doomsday-Propheten. Und es kommt noch schlimmer: Während allerorten die Renditen auf Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs klettern, Anleihenplatzierungen schwieriger werden und die Neuverschuldung aus dem Ruder läuft, gelang dem US-Treasury dasselbe Kunststück bereits im September: Das Finanzministerium platzierte zwei mustergültige Auktionen langer Laufzeiten – ohne Trouble, ohne Spektakel, dafür aber mit sehr hoher Nachfrage.
Am 9. September platzierte das Treasury 39 Milliarden USD an zehnjährigen Notes zu einer Höchstrendite von 4,834 Prozent – mit einem Bid-to-Cover-Ratio von 2,71, dem stärksten Wert seit 2016. Mehr als 79 Prozent der Nachfrage kamen über indirekte, also internationale Bieter, in den Markt.
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