„Anhaltende Herausforderungen“: Windenergieverband kündigt Insolvenz von Tochtergesellschaft an

vor 5 Tagen

„Anhaltende Herausforderungen“: Windenergieverband kündigt Insolvenz von Tochtergesellschaft an
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Die Service GmbH des Bundesverbands WindEnergie (BWE) ist insolvent. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Windkraft-Branchenverbands zahlungsunfähig. Der BWE bestätigte die Insolvenz. Für die rund 50 Beschäftigten am Campus des Europäischen Energieforums (EUREF) in Schöneberg ist die Situation besonders prekär: Demnach können derzeit nicht einmal die Gehälter der Mitarbeiter regulär weitergezahlt werden. Zudem müssen sie offenbar mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen.

Der BWE hat nach eigenen Angaben eine Sanierung in Eigenverwaltung beantragt. Damit soll die Gesellschaft unter eigener Geschäftsführung und mit Unterstützung eines Sanierungsexperten wirtschaftlich neu aufgestellt werden. Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens weiterlaufen. Die gesamte Branche stehe „vor anhaltenden Herausforderungen“, erklärte BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek in einer Pressemitteilung am Freitag. „Aufgrund der wirtschaftlichen Lage ist eine Konsolidierung unabdingbar“, so Heidebroek weiter. Ziel sei es, das Unternehmen wirtschaftlich neu auszurichten und innerhalb der kommenden Monate seine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

Die Insolvenz erfolgt vor dem Hintergrund einer auf den ersten Blick widersprüchlichen Entwicklung. Angetrieben durch staatliche Fördergelder und Subventionen wächst die Windenergiebranche in Deutschland weiter. Allein 2025 wurden nach Angaben der Berliner Zeitung Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 5.200 Megawatt installiert. Der damit verbundene Marktwert lag bei mehr als sechs Milliarden Euro. Der BWE zählt rund 17.000 Mitglieder, darunter Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen.

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