Am Ende taumelt auch BMW

vor 2 Monaten

Am Ende taumelt auch BMW
Bildquelle: Tichys Einblick

BMW galt bis vor Kurzem noch als die letzte rühmliche Ausnahme von der Regel. Der Münchner Automobilkonzern trotzte dem allgemeinen Verfall der deutschen Industrie und präsentierte von Quartal zu Quartal – dem schlechten Trend zum Trotz – relativ stabile Ergebnisse. Seit dem 17. Juni 2026 ist dies allerdings Geschichte. An diesem Tag veröffentlichte die Konzernleitung eine erste unmissverständliche Gewinnwarnung für das laufende Jahr. Die Börse quittierte diesen Einbruch in die neue Realität bei BMW mit einem drastischen Abverkauf und schickte den Aktienkurs unmittelbar um 7 Prozent gen Süden.

Die Firmenleitung um den im Mai zum CEO berufenen Milan Nedeljković senkte die Erwartungen für den Vorsteuergewinn des laufenden Jahres drastisch unter das Vorjahresniveau von 10,2 Milliarden Euro. Dabei kalkulieren die Münchner mit einer EBIT-Marge im Automobilgeschäft von nur noch 1 bis 3 Prozent, nachdem die Schätzung für das laufende Jahr noch zwischen 4 und 6 Prozent gelegen hatte. Die Kapitalrendite bei BMW fällt aller Voraussicht nach von zunächst kalkulierten 6 bis 10 Prozent auf schmale 1 bis 5 Prozent. Es wird also zunehmend eng für die Autobauer, die sich in einem immer schwierigeren Wettbewerbsumfeld behaupten müssen.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres sank der Konzerngewinn bereits um 23 Prozent auf nur noch 1,67 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr lag der Nettogewinn noch bei 7,45 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 133,45 Milliarden Euro.

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