Ein schwer verletzter Afghanistan-Veteran. Und Ulrike Herrmann.

vor etwa 1 Jahr

Ein schwer verletzter Afghanistan-Veteran. Und Ulrike Herrmann.
Bildquelle: Tichys Einblick

Ein Veteran erzählt bei Lanz von seinem Afghanistan-Einsatz, der ihn fürs Leben gezeichnet hat. Wer noch immer für den Krieg ist, für Aufrüstung und Wehrpflicht, wer den neuen, allseits gepflegten Russenhass zelebriert oder in den Ruf nach „Kriegstüchtigkeit“ mit einstimmt, der muss Hauptfeldwebel Maik Mutschke nur ansehen. Und ihm zuhören.

Dabei hat es zunächst den Anschein, als würde die Sendung mit allgemeinem Geplänkel dahinplätschern. Als sei das Thema Krieg allein nicht tragfähig genug für den Abend, geht es die ersten zwölf Minuten lang allen Ernstes nur um Carsten Linnemann. Warum der CDU-Generalsekretär plötzlich kein Minister werden will, ob es ein strategischer Zug ist, um sich sein eigenes Profil nicht zu ruinieren, oder ob ein Ministerposten vielleicht gar nicht so attraktiv ist. „Jubelnd springt man da nicht rein“, sagt Karl-Theodor zu Guttenberg, und der kennt sich aus. Er war selbst mal Verteidigungsminister und ist zumindest nicht jubelnd aus diesem Amt hinausgesprungen. Wegen einer Plagiats-Affaire musste er seinerzeit das Amt auf- und seinen Doktortitel zurückgeben.

Herrmann fährt Guttenberg in die Parade: „Ich möchte gerne widersprechen, wenn Sie sagen, dass das Sondervermögen kein Sondervermögen ist. Damit wird Vermögen geschaffen. Die Investitionen von heute sind die Einnahmen von morgen. Es ist Vermögen.“ Guttenberg wagt einen Konter: „Es wird Vermögen. Es sind erstmal Schulden.“ Doch Herrmann widerspricht erneut: „Nein, die Schulden gibt’s auch noch nicht. Das ist ja nur die Erlaubnis. In dem Moment, wo es Schulden sind, entsteht auch das Vermögen.“ Jemand sollte ihr gelegentlich erzählen, dass man ein Vermögen normalerweise nicht zurückzahlen muss.

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