„Für uns heißt es: AfD-Verbot selber machen!“, ruft der Redner, der sich als „Pauli“ ohne Pronomen vorgestellt hat, vor der begeistert klatschenden Menge ins Mikrofon. „Wir setzen das Verbot der Partei und ihrer Veranstaltung durch Ungehorsam um“, animiert der „Widersetzen“-Aktivist das Publikum weiter, das sich am Dienstagabend im Berliner Görlitzer Park versammelt hat.
Zuvor hatte das linke Aktionsbündnis „Widersetzen“ auf Instagram für die „Antifaschistische Stadtversammlung Berlin“ im Park, der zugleich ein Kriminalitätshotspot ist, geworben. Doch die Anzahl der Teilnehmer war wohl eher ernüchternd: Etwa 130 Menschen kamen zu der Versammlung, deren Sinn und Zweck es war, Berliner zu mobilisieren, sich an der Blockade des anstehenden AfD-Parteitags in Erfurt am vierten und fünften Juli zu beteiligen.
Unter anderem wurde ein „Markt der Möglichkeiten“ abgehalten, der aus ein paar Ständen verschiedener linker Vereine, darunter der Linken, der Grünen Jugend und der linksextremen „VVN-BdA“, bestand. Es konnten Tickets für die Busfahrt nach Erfurt erworben werden, Mittelpunkt waren allerdings die Reden, die von mehreren Aktivisten auf einer kleinen Bühne gehalten wurden – darunter von dem Berliner Linken-Abgeordneten Ferat Kocak. Der rhetorische Höhepunkt war jedoch „Paulis“ Rede zu dem Konzept des „zivilen Ungehorsams“.
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