Rund drei Monate vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September liegt die CDU mit dem amtierenden Bürgermeister Kai Wegner in einer aktuellen Civey-Umfrage für den Tagesspiegel mit 22 Prozent vorn. Zweitstärkste Kraft ist überraschend die AfD mit 18 Prozent. Die linken Kräfte müssen Einbußen hinnehmen und folgen knapp dahinter. Die Grünen liegen laut Civey bei 17 Prozent, die Linke bei 15 Prozent. Die SPD landet mit 14 Prozent auf dem fünften Platz. FDP (4 Prozent) und BSW (3 Prozent) würden den Umfragewerten zufolge den Einzug ins Abgeordnetenhaus knapp verfehlen.
Trotz des CDU-Vorsprungs hätte der seit 2023 regierende Senat aus CDU und SPD damit gegenwärtig keine Mehrheit mehr. Denkbar wären stattdessen Dreierbündnisse: So könnte die CDU mit SPD und Grünen weitermachen. Wahrscheinlicher ist aber ein Bündnis aus Platz 3, 4 und 5 – an den beiden stärksten Kräften vorbei. So könnte es knapp für das Bündnis aus SPD, Grünen und Linken reichen. Die Entscheidung hängt vor allem von der SPD ab, obwohl sie nur die fünftstärkste Kraft ist. Sie befindet sich momentan im Sinkflug: Auch bei Insa kam die Partei Mitte Mai auf nur 16 Prozent, bei Infratest dimap Ende April sogar nur auf 14 Prozent.
Die persönlichen Bewertungen des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner fallen trotz seiner Parteiführung rekordverdächtig schlecht aus. 76 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Damit stellt Wegner erneut einen Negativrekord für einen Berliner Bürgermeister auf. Nur elf Prozent äußern sich positiv. 84 Prozent sind mit Schwarz-Rot unzufrieden, lediglich 14 Prozent zeigen sich zufrieden.
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