Die neue Führung der Linkspartei hat kurz nach ihrer Wahl auf dem Parteitag in Potsdam ihre politischen Ziele skizziert und sowohl die Bundesregierung als auch die AfD scharf angegriffen. Im Doppelinterview mit Web.de kündigten die neuen Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano an, die Linke zu einer „organisierenden Klassenpartei“ auszubauen, bundesweite „Sozialproteste“ zu organisieren und der AfD durch eigene politische Arbeit „den Nährboden“ zu entziehen.
Ein zentrales Motiv des Gesprächs war der auf dem Parteitag immer wieder beschworene „Klassenkampf von unten“. Die Mehrheit der Bevölkerung spüre die gesellschaftliche Ungerechtigkeit, sagte Schwerdtner. Genau diese Menschen würden von sozialistischer Politik profitieren. Allerdings müsse die Partei deutlich mehr Menschen für sich gewinnen. „Klassenkampf von unten klingt auf dem Parteitag immer revolutionärer, als er ist. Das wird richtig Arbeit“, erklärte die Linken-Chefin.
Drastisch fiel die Abrechnung der neuen Parteispitze mit der Arbeit und den Reformvorhaben der Bundesregierung aus. Pantisano erklärte, er sei „wütend auf die Bundesregierung, die nur Verachtung übrig hat für die arbeitenden Menschen“.
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