Lange Gesichter in der CDU-Zentrale, betretene Mienen bei den Wahlkämpfern in Schwerin: Der Abend begann für die Christdemokraten mit einer Demütigung historischen Ausmaßes. Ein Landesverband, der Mecklenburg-Vorpommern über Jahrzehnte mitgeprägt und zeitweise den Ministerpräsidenten gestellt hatte, blickte auf Zahlen, bei denen selbst die schwachen Umfragen der letzten Wochen beinahe freundlich wirkten.
Die CDU Mecklenburg-Vorpommern erlebt am Sonntag, dem 20. September, bei der Landtagswahl ihren tiefsten Absturz seit Bestehen des Landesverbandes. In der ersten ARD-Hochrechnung erreichte sie unter Spitzenkandidat Daniel Peters 5,4 Prozent, das ZDF sah sie bei 5,1 Prozent. 2021 waren es bereits dürftige 13,3 Prozent gewesen. Damit verliert die Partei mehr als die Hälfte ihres damaligen Stimmenanteils und bewegt sich über Stunden in jenem Bereich, in dem wenige Zehntelprozent über den Einzug in den Schweriner Landtag entscheiden.
Das vielleicht passendste Bild zu diesem Wahlkampf aus der Hölle ist Peters und ein Fischbrötchen.
phoenix Wahlrunde zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern Berlin | #ltwmv #Berlinwahl









