Mit 38 Prozent gewinnt die AfD laut der 18-Uhr-Prognose der Forschungsgruppe Wahlen die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD, die bei 36,5 Prozent steht. Während die SPD gegenüber ihrem Landtagswahlergebnis von 2021 nur leicht verliert, kann sich die AfD mehr als verdoppeln und erreicht zum zweiten Mal nach Sachsen-Anhalt voraussichtlich den ersten Platz.
Die CDU muss unterdessen um den Einzug in den Landtag bangen, denn sie steht laut der 18-Uhr-Prognose nur bei fünf Prozent. Damit ist es auch das schlechteste CDU-Landtagswahlergebnis aller Zeiten. Auch für die Grünen gibt es mit 5,5 Prozent ein knappes Ergebnis. Ebenso muss das BSW mit 4,8 Prozent zittern. Die Linke liegt unterdessen mit sechs Prozent etwas deutlicher über fünf Prozent und wird damit wohl drittstärkste Kraft. Selbst ein Zweiparteienparlament ist damit möglich.
Bei der Sitzverteilung zeichnet sich ein klares Bild ab: Die beiden neuen großen Fraktionen von SPD und AfD dominieren den Landtag. Die anderen Fraktionen bleiben deutlich kleiner. Bei der Regierungsbildung zeichnet sich eine klare Linie ab: Alle anderen Parteien haben vor der Wahl eine Kooperation mit der AfD kategorisch abgelehnt. Deshalb bleibt nun vor allem Platz für ein linkes Bündnis, potenziell mit Unterstützung der CDU, falls diese in den Landtag kommt. Damit dürfte Manuela Schwesig Ministerpräsidentin des Bundeslandes bleiben.
Wahlen 2026 in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: Analysen, Einschätzungen und Reaktionen - Teil 1









