In Mecklenburg-Vorpommern muss die CDU zittern, ob sie überhaupt wieder in das Parlament einziehen wird. Die Kanzlerpartei wurde von den Wählern maximal gedemütigt. In Berlin folgt auf die schwarz-rote Koalition höchstwahrscheinlich eine rot-rot-grüne Vereinigung von Sozialisten und Antisemiten. Gut ein Viertel der Stimmen konnte die Linke ausgerechnet in der Stadt der Mauer auf sich vereinigen.
Vor zwei Wochen holte die AfD in Sachsen-Anhalt fast die absolute Mehrheit. Die Christdemokraten liegen in bundesweiten Umfragen unter 20 Prozent, Friedrich Merz hat historische Unbeliebtheitswerte. Eine Partei, die am Boden liegt. Ein Kanzler, der am Ende ist.
Was macht dieser Kanzler in dieser für die CDU existenziellen Situation? Er verkündet vorab ein Statement direkt nach 18 Uhr. Der gutgläubige Beobachter mag vermutet oder gehofft haben, dass Merz entweder den eigenen Rücktritt verkündet oder einen inhaltlichen Befreiungsschlag irgendeiner Art in der Rückhand hat. Das wäre kein ganz abwegiger Gedanke, schließlich hatte der Bundeskanzler mindestens zwei Wochen Zeit, um sich auf diesen doppelten Wahlabend vorzubereiten. Er kann nicht sonderlich von den Ergebnissen überrascht worden sein, die Dramatik für die CDU war im Vorfeld hinlänglich durch die Umfragen bekannt.
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