Die Krise in der deutschen Automobilbranche verschärft sich weiter, immer mehr Zulieferer rutschen in die Insolvenz. Nun hat es die AE Group getroffen, einen Produzenten von Aluminium-Druckgussteilen. Der wichtigste Kunde des mittelständischen Unternehmens war mit ZF Friedrichshafen einer der größten Zulieferkonzerne Deutschlands. Gegründet 1980 im thüringischen Gerstungen, belieferte die AE Group den Stiftungskonzern unter anderem mit vorgefertigten Leichtmetallkomponenten für Steuergeräte, Leistungselektronik und Achsantriebe.
Nun ist die Abwicklung jedoch besiegelt: Insgesamt 683 Beschäftigte verlieren ihre Arbeitsplätze. Die Gruppe unterhält aktuell mehrere Fertigungsstätten, darunter in Gerstungen (Thüringen), Nentershausen (Hessen) sowie im polnischen Strzelce Krajeńskie.
Um die sozialen Folgen abzufedern, haben Insolvenzverwalterin Romy Metzger, Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall einen Interessenausgleich samt Sozialplan verabschiedet. Vorgesehen ist, eine Transfergesellschaft zu schaffen, die für bis zu sechs Monate Gehälter übernimmt, Qualifizierungsmaßnahmen anbietet und beim Übergang in neue Beschäftigung unterstützt. Auch die Kunden sollen vorerst weiter beliefert werden – zumindest bis zum Jahresende. Für die Gründung der Transfergesellschaft und für die Aufrechterhaltung der Produktion würden Kunden der AE Group finanzielle Mittel bereitstellen, erklärte Metzger.
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