Zenica: Italiens dritter Sturz ins Nichts

vor 3 Monaten

Zenica: Italiens dritter Sturz ins Nichts
Bildquelle: Tichys Einblick

In Bosniens Zenica vor knapp 10.000 Fans, im engen Stadion, das rein gar nichts mit den oft künstlichen Arenen zu tun hat, vollendete sich am Dienstagabend, was sich seit Jahren ankündigt: Die italienische Nationalmannschaft ist zum dritten Mal in Folge nicht bei einer Weltmeisterschaft dabei.

Ein Drama pur. Erst nach Elfmeterschießen fiel die Entscheidung zur WM-Teilnahme. Unentschieden 1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit, die Verlängerung verlief torlos. Dann wurde die Niederlage gegen das ‚kleine‘ Bosnien bittere Realität. Aus, finito la festa, 2:5. Gefeiert haben die Bosnier. So nüchtern lässt sich das Ergebnis zusammenfassen.

Aber die Wahrheit dahinter ist alles andere als nüchtern. Sie ist laut. Und sie ist unangenehm. Italiens Problem, das vermuteten schon viele Experten und Schwarzmaler im Vorfeld, sitzt tiefer – im Kopf.

Auf dem Papier war Italien besser: mehr Qualität. Mehr Erfahrung. Mehr Fußball-Geschichte. Doch auf dem Papier wurde noch nie ein Tor geschossen. Zenica hat das ein für alle Mal klargemacht.

Die größte Lüge dieses italienischen Fußballs ist, dass es an Details liegt. Tut es nicht. Italien scheitert nicht an Taktik. Auch nicht an Technik. Nicht einmal am Talent. Italien scheitert wieder einmal an sich selbst.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel