Naturschutz oder nachhaltige Windenergie? Man könne nicht beides uneingeschränkt haben, erklärt NZZ-Journalist Morten Freidel im Gespräch mit Ralf Schuler. Der Experte verfolgt seit Jahren die deutsche Energiepolitik und sieht, insbesondere bei der aktuellen Ampel-Regierung, Widersprüche aufziehen: „Wenn die Energiepolitik so umgesetzt wird, wie sie die Grünen sich wünschen, dann greifen wir unglaublich stark in unsere Landschaften ein.“
Freidel lässt durchblicken, dass die Energiewende in den vergangenen Jahren seiner Meinung nach an der Realität vorbei geplant worden sei. „Schon die technische Umsetzbarkeit ist schwierig“, konstatiert der Experte. Bereits daran werde es scheitern. Denn in der Theorie müsse Deutschland pro Tag vier bis fünf große Windräder bauen. „Mit groß sind Windräder gemeint, die über 200 Meter groß sind.“ Und dafür brauche es nicht nur die Flächen.
Freidel ist ein Befürworter des Emissionshandels, bezeichnet es im Gespräch mit Ralf Schuler sogar als „Lieblingsinstrument“ für Klimaschutz.
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