Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sachsen-Anhalts amtierender Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sind nach der historischen Wahlniederlage ihrer Partei bei der Landtagswahl am Sonntag gemeinsam vor die Kameras getreten. Merz zeigte sich angesichts des Ergebnisses sichtlich betroffen und räumte ein, dass die Union mit einem solchen Ausgang nicht gerechnet habe. „Wir sind alle zutiefst schockiert“, sagte der Bundeskanzler. Zugleich betonte er, dass die CDU „die Regeln unserer Demokratie“ akzeptieren müsse.
Das Wahlergebnis habe nach Ansicht von Merz weit über Sachsen-Anhalt hinaus Bedeutung. „Mit dem gestrigen Tag hat sich nicht nur in Sachsen-Anhalt etwas geändert, sondern in ganz Deutschland“, erklärte der Bundeskanzler. Das Ergebnis werde „Auswirkungen haben“ – auch auf die internationale Lage. Besonders schwer wiege für die CDU, dass die AfD mit deutlichem Abstand stärkste Kraft geworden sei und die Christdemokraten damit ihren bisherigen Regierungsauftrag verloren hätten.
Merz bezeichnete das Ergebnis entsprechend als einen tiefen Einschnitt für seine Partei. Wenn fast 60 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt Parteien gewählt hätten, die die demokratischen Institutionen und Spielregeln des Landes „grundlegend infrage stellen“, könne die CDU nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. „Das macht etwas mit uns, auch mit mir persönlich“, sagte Merz. Schließlich müsse er einräumen: „Dies ist die schwerste Wahlniederlage, die die CDU seit Jahren, seit Jahrzehnten eingefahren hat.“
Haushalt 2027: Statements der Fraktionsspitzen von SPD, CDU/CSU und Linke | 07.09.26









