Am 6. September stehen die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt an. Die aktuellen Umfragen deuten darauf hin, dass die AfD die absolute Mehrheit erringen und anschließend den Ministerpräsidenten stellen könnte. Für den Spitzenkandidaten der SPD, Armin Willingmann, wäre dieses Szenario für die wirtschaftlichen und kulturellen Interessen des Bundeslandes eine absolute Katastrophe. Hintergrund sind die geringe Bevölkerungszahl Sachsen-Anhalts und der, so Willingmann, hohe Bedarf an „Fachkräftesicherung“.
„Sachsen-Anhalt ist ein Industriestandort mit großem Personalbedarf. Aber wir sind hier zu wenige Menschen. Wir werden 2030 unter die Zwei-Millionen-Grenze fallen und deshalb auf Zuzug angewiesen sein“, sagte Willingmann im Interview mit der Welt. Demnach sei die Politik der AfD „Gift“ für den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt, weil sie „Menschen mit Migrationshintergrund, Lehrkräfte, Vereine, nicht zuletzt die Wirtschaft mit ihrem drängenden Problem der Fachkräftesicherung“ verunsichere.
Der kritische Fokus der AfD auf das Thema Migration sei deshalb eine „xenophobe Vorstellung“, die aus wirtschaftlicher und kultureller Sicht zurückgewiesen werden müsse. „Wir werden keine Probleme lösen, indem man Menschen aus dem Land vertreibt“, fasste Willingmann seine Position pointiert zusammen.
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