Ab Mai muss WhatsApp die Vorgaben des Digital Services Act befolgen und gegen Desinformation vorgehen. Das teilte die EU-Kommission am Montag mit. Genauer geht es um die „Kanäle“, über die Nutzer wie Einzelpersonen oder Organisationen an eine Vielzahl von Abonnenten Nachrichten senden können. Diese Kanäle sind einseitig: Abonnenten können nur Nachrichten lesen, aber nicht darauf antworten.
WhatsApp zählt mit mehr als 45 Millionen Nutzern bei den „Kanälen“ zu den „sehr großen Onlineplattformen“ und muss deshalb die Regeln des DSA befolgen. Dieser sieht vor, dass große Internetplattformen und Suchmaschinen gegen angebliche Desinformation vorgehen müssen.
Die Anbieter müssen überprüfen, welche „systemischen Risiken“ ihre Plattformen zur Verbreitung von vermeintlicher Desinformation bieten und wie diese Risiken minimiert werden können. In dem Zusammenhang soll auch untersucht werden, ob „rechtswidrige Hassrede“ verbreitet wird oder demokratische Prozesse vermeintlich untergraben werden.
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