Man stelle sich vor: Zwei israelische Nationalisten sitzen am Vorabend der israelischen Wahl in Jerusalem. Statt über Israels Sicherheit zu reden, streiten sie darüber, welche israelische Partei am besten die Masseneinwanderung in Deutschland in den Griff bekommt.
Klingt absurd? Frei erfunden? Ist es auch. Denn Juden haben aus ihrer Geschichte gelernt: Wenn es ernst wird, steht jedes Volk allein. Deshalb hat für die Patrioten unter ihnen das eigene Fortbestehen stets Vorrang – bedingungslos. Natürlich erkennen sie an, wenn anderswo gegen denselben Feind gekämpft wird und helfen, wenn sie können, doch würden sie niemals ihre Sicherheit mit der Sicherheit eines anderen Volkes abwiegen. Es wäre schön, wenn selbige Denke auch bei allen Konservativen in Deutschland ankommen würde.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud): Beide Staatsmänner stellen Israels Sicherheit als ihre Priorität – oder „Staatsräson“ – dar.
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