Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat erkannt, dass die EU-Methanverordnung zu großen Problemen beim Erdgasimport führen wird. Doch statt sich für eine Abschaffung der zusätzlichen Klimabürokratie aus Brüssel einzusetzen, mit der Exportländer wie die USA zu Maßnahmen gegen den Methanausstoß gezwungen werden sollen, spricht sich die CDU-Politikerin nur für eine „pragmatische Umsetzung“ aus.
„Die Verordnung selbst ist durchaus kritisch. Die Methanverordnung kann Partnerländer am Export von LNG hindern, respektive am Import nach Europa“, sagte sie am Montag bei einer Pressekonferenz. „Die Verordnung bedarf bei der Umsetzung in nationales Recht daher einer besonders realistischen Auslegung und einer pragmatischen Umsetzung.“
Die EU-Methanverordnung sieht vor, dass ab 2027 die Importeure von Erdgas, Erdöl und Kohle strenge Berichtsvorschriften erfüllen müssen. Sie müssen dokumentieren, wie viel Methan bei der Förderung, Verarbeitung und dem Transport von Erdöl und Erdgas emittiert wird. Der Methanausstoß soll auch reduziert werden. Wenn die Importeure nicht nachweisen können, dass im Ausland die gleichen Dokumentationsstandards wie in der EU gelten, können horrende Strafen von bis zu 20 Prozent des jährlichen Umsatzes drohen. Laut einer Studie des Verbandes IOGP könnte ein Importeinbruch von 43 Prozent beim Erdgas und von 87 Prozent beim Erdöl drohen.
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