Das war dann doch zu durchsichtig. AfD-Bundessprecherin Alice Weidel hat den Vorschlag des BSW für eine „punktuelle Zusammenarbeit“ nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern inklusive gemeinsamer Wahlkampfauftritte der AfD-Chefin mit BSW-Aushängeschild Sahra Wagenknecht abgelehnt.
Zwar sei die AfD „selbstverständlich“ für einen Dialog bereit, jedoch sei jede Partei grundsätzlich für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich, ließ Weidel über ihr Büro mitteilen. Ein Sprecher der AfD-Vorsitzenden wies zudem darauf hin, dass das BSW zunächst einmal vor der Herausforderung stehe, bei den kommenden Landtagswahlen erst einmal die Fünfprozenthürde zu nehmen. „Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit“, teilte Weidels Sprecher mit.
Tatsächlich hätte von einem Schulterschluss mit der AfD vor allem die ums Überleben kämpfende Wagenknecht-Partei profitiert. Der Brief der beiden Parteivorsitzenden Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali an die AfD-Spitze vom 26. Juni suggeriert als gemeinsames Wahlziel lediglich eine „Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten regieren unter Einbindung der AfD“.
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