Der Mord an dem Briten Henry Nowak hat in Großbritannien eine hitzige Debatte um mögliches rassistisches Handeln der britischen Polizei entfacht. Ein offizielles Dokument der britischen Polizei legte zudem eine antiweiße Einstellung der Behörden nahe: Beamte sollen nicht alle Gruppen „gleich behandeln“ (Apollo News berichtete). Doch auch in Deutschland werden Polizisten seit Jahren darauf getrimmt, verstärkt auf vermeintlich marginalisierte Gruppen zu achten.
Wie sehr dieses Denken die Behörden prägt, lässt sich bereits an der Sprache ablesen: Unter dem Titel „Empfehlungen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch“ gab die Polizei Berlin Ende 2022 einen 29-seitigen behördeninternen Leitfaden heraus. Die Handreichung soll als „Hilfestellung für unsere Behörden sowie Kolleginnen und Kollegen“ dienen, wie es zu Beginn heißt.
Seitdem scheint die Handreichung fester Bestandteil der Behörde zu sein. Der Berliner Senat zitierte noch im Oktober vergangenen Jahres in einer Antwort auf die Frage, welche Definitionen bei der Berliner Polizei für Rassismus und Diskriminierung verwendet werden, diese Empfehlungen.
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