Warum Trump bei seinem Gipfeltreffen mit Putin in Alaska den rechten Weg eingeschlagen hat

vor 11 Monaten

Warum Trump bei seinem Gipfeltreffen mit Putin in Alaska den rechten Weg eingeschlagen hat
Bildquelle: NiUS

Der amerikanische Präsident Donald J. Trump und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich in Alaska getroffen, um über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu sprechen. Obwohl beide Staatschefs große Hoffnungen in dieses Treffen setzten und wenigstens Präsident Trump erwartete, eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand zu erreichen, haben sich diese Hoffnungen nicht erfüllt. Das bedeutet aber keineswegs, wie in allen Mainstream-Medien behauptet wird, dass das Treffen sinnlos oder eine Gratis-Aufwertung von Putins Status in der großen Welt der Diplomatie gewesen wäre. Ganz im Gegenteil: manchmal ist kein Deal auch dann ein Deal, wenn es um große Kriege und ihre Beendigung geht.

Kriege werden durch Verhandlungen beendet und nicht durch ein Morden auf den Schlachtfeldern so lange, bis ein Land kapituliert und das andere triumphiert. Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648), der bis dahin längste und blutigste Krieg in Europa, wurde nach langen, zähen Verhandlungen durch den Westfälischen Frieden beendet. Der Siebenjährige Krieg (1756–1763) wurde gleich durch zwei Friedensschlüsse in Paris und Hubertusburg (jeweils 1763) und die Napoleonischen Kriege wurden durch den Wiener Kongress (1815) beendet. Bei all diesen Friedensschlüssen wurde hart, lange und zäh verhandelt und riesige Gebiete zwischen Ländern hin- und hergeschoben – aber irgendwann wurde ein Vertrag unterschrieben und dann war Frieden.

Verhandlungen gescheitert? Keinesfalls! Ein positiver Startpunkt wurde gesetzt

Und so wird es auch in der Ukraine sein. Vor dem Frieden stehen Verhandlungen, und die müssen irgendwann anfangen. Das haben Trump und Putin jetzt getan. Dabei sind sie im ersten Schritt nicht weit gekommen, aber das darf keinen überraschen, denn der Krieg in der Ukraine geht schon dreieinhalb Jahre lang, fast eine Million Menschen sind tot oder verwundet, ein Fünftel der Ukraine ist von Russland besetzt, die Moral in Kiew am Boden und das Land am Ausbluten. In solchen Situationen tun Verhandlungen besonders weh, weil bereits so viel verloren wurde und jetzt nach und nach klar wird, dass für den Unterlegenen Leben, Hab und Gut verloren sind und ein schmählicher Friede droht, bei dem auch noch Gebiete aufzugeben sind. Solche Verhandlungen führt nur der potentielle Sieger gerne, aber sie müssen geführt werden – allein deshalb, um das Sterben und die Zerstörung zu beenden.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel