Der Iran-Konflikt geht in seine zweite Woche, und mit ihm wachsen die Sorgen über die Folgen der sich langsam, aber sicher aufbauenden Energiekrise für die Weltwirtschaft.
In Deutschland hat sich der Anstieg der Ölpreise (Apollo News berichtete, mehr dazu hier) bereits nach kurzer Zeit an den Zapfsäulen der Republik bemerkbar gemacht. Von etwa 1,65 Euro pro Liter ist der Preis auf über 2 Euro gestiegen – ein Anstieg von rund 25 Prozent in kürzester Zeit (Apollo News berichtete).
Zugleich steht der Verdacht im Raum, dass sich die Betreiber der Mineralölkonzerne einen schnellen Gewinn sichern, indem sie bereits fakturierte und raffinierte Petroleummengen sowie vorhandene Benzinbestände zum inzwischen wesentlich höheren Endverbraucherpreis verkaufen und damit einen Übergewinn realisieren. Doch handelt es sich hierbei um einen temporären Effekt, der von der herrschenden Marktdynamik schnell wieder ausgeglichen wird.
Der im internationalen Vergleich überhohe Anstieg der Benzinpreise in Deutschland ereignet sich allerdings in einem Umfeld, in dem der Fiskus mit typischerweise weit über 50 Prozent des Endverbraucherpreises durch seine Abgabenpolitik als Preistreiber wirkt. Ein stiller Profiteur der Krise, während insbesondere die Berufspendler vor wachsenden Problemen stehen.
Ganz anders stellt sich die Situation jenseits des Atlantiks dar. In den Vereinigten Staaten stiegen die Benzinpreise moderat um etwa fünf bis zehn Prozent. Acht Monate vor den wichtigen Midterm-Wahlen wird die weitere Entwicklung entscheidend für Präsident Donald Trump sein, um sein Wahlversprechen aufrechterhalten und die massive Teuerung in den USA unter Kontrolle bringen zu können.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











